Elefantenhoden

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Elephantiasis bzw. Elefantiasis (griechisch ελεφαντίασις, in etwa „die Elefantenartigkeit“, von ὁ ἐλέφας, „der Elefant“; auch Elefantenmann-Syndrom) ist eine. Normalerweise schwingen sie frei zwischen den Beinen. Doch bei einigen afrikanischen Tieren liegen die Hoden im Körperinneren. Warum. Viele Tiere lassen den Menschen in Sachen Sex ganz schön alt aussehen. Weder von der Ausstattung noch von der Leistungsfähigkeit können wir mithalten​. Forscher lösen das Rätsel um die Lage der männlichen Geschlechtsorgane bei Säugetieren mithilfe molekularer Überbleibsel. Der Amerikaner Dan Maurer leidet unter der seltenen Krankheit Skrotale Elephantiasis. Durch einen 45kg schweren Hoden ist sein Leben.

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Viele Tiere lassen den Menschen in Sachen Sex ganz schön alt aussehen. Weder von der Ausstattung noch von der Leistungsfähigkeit können wir mithalten​. Wegen einer Erkrankung wuchsen die Genitalien eines jährigen Kenianers immer weiter, bis sein Penis eine Länge von 90 Zentimetern. Normalerweise schwingen sie frei zwischen den Beinen. Doch bei einigen afrikanischen Tieren liegen die Hoden im Körperinneren. Warum. Elefantenhoden

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Zudem sezernieren sie das Androgenbindungsprotein , das Anti-Müller-Hormon und eine Kalium -reiche Seminalflüssigkeit. Die Sertoli-Zellen besitzen zahlreiche Fortsätze, die die Keimzellen umgeben.

Diese Zellfortsätze verbinden sich basal im Samenkanälchen über Tight junctions mit denen benachbarter Sertoli-Zellen und bilden so die sogenannte Blut-Hoden-Schranke.

Dieser Begriff ist eigentlich irreführend, denn diese Barriere liegt nicht zwischen Blut und Hodengewebe, sondern verläuft zwischen den Spermatogonien und Spermatozyten, teilt also zirkulär die Hodenkanälchen in ein basales und ein zum Lumen gerichtetes adluminales Kompartiment.

Letzteres ist notwendig, weil die ersten Spermien erst nach Ende der Prägung der Lymphozyten entstehen siehe Selbsttoleranz , das Immunsystem sie also für körperfremde Zellen halten würde.

Die gewundenen Samenkanälchen gehen bei vielen Wirbeltieren an beiden Enden in ein kurzes gerades Samenkanälchen Tubulus seminifer rectus über.

Die geraden Kanälchen sind von einem einschichtigen Epithel ausgekleidet und münden in ein Kanälchensystem im Mediastinum, das Hodennetz Rete testis.

Das Kanälchensystem des Hodennetzes ist ebenfalls zumeist von einem einschichtigen Epithel ausgekleidet bei Rindern zweischichtig.

Vom Hodennetz ziehen mehrere geschlängelt verlaufende Ductuli efferentes testis in den Nebenhodenkopf und vereinigen sich dort zum Nebenhodengang.

Bei Säugetieren sind es etwa 15 Ductuli efferentes, die Zahl variiert innerhalb der Wirbeltiere zwischen einem z.

Rochen und 32 z. Das Gewebe zwischen den gewundenen Samenkanälchen wird als Interstitium bezeichnet. Sie bilden über spezielle Zellkontakte Gap Junctions untereinander in Verbindung stehende Zellverbände, sogenannte funktionelle Synzytien.

Der Hoden ist damit auch ein endokrines Organ. Testosteron bewirkt in den Samenkanälchen die Reifung der Spermatiden.

Die Androgene haben darüber hinaus vielfältige Wirkungen im Körper, unter anderem fördern sie die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale , wirken anabol und steuern das Sexualverhalten.

Keimepithel des Samenkanälchens : 1 Basalmembran 2 Spermatogonie 3 Spermatozyt 1. Ordnung 4 Spermatozyt 2. Schema des inneren Aufbaus des Hodens und des Nebenhodens : 1 Tunica albuginea 2 Septen 3 Hodenläppchen 4 Mediastinum testis 5 gewundene Samenkanälchen 6 gerade Samenkanälchen 7 Rete testis 8 Ductuli efferentes testis 9 Nebenhodengang 10 Anfang des Samenleiters.

Der genaue Mechanismus ist noch nicht im Detail bekannt: Bei Säugetieren sind vermutlich Opioide , dopaminerge Neurone und Melatonin in diesen Regelkreis involviert, bei Vögeln auch die Hormone der Schilddrüse.

Auch in der Nebennierenrinde kann LH die Bildung von Androgenen induzieren, das dort gebildete Dehydroepiandrosteron gelangt über das Blut in den Hoden und kann dort als Testosteron-Vorläufer genutzt werden.

Androgene wirken auf das Keimepithel und werden, an ein Protein gebunden, über das Blut auch zu ihren anderen Zielorganen transportiert.

Die Unterdrückung der hormonellen Anregung der Hodenfunktion wird auch bei der Entwicklung von Verhütungsmitteln für den Mann gegenwärtig intensiv beforscht.

Sie führen zu stark erniedrigten Testosteron-Konzentrationen innerhalb des Hodens und damit zu einer starken oder vollständigen Reduzierung der Spermienbildung.

Voraussetzung der geschlechtlichen Fortpflanzung ist die Trennung der zur Fortpflanzung spezialisierten Zellen Keimzellen von den gewöhnlichen Körperzellen somatische Zellen.

Diese Trennung ist bereits bei Wimpertierchen in Form eines Mikronucleus , deutlicher dann bei Kugelalgen vollzogen, wo dem Hauptzellverband der Körperzellen eine kleine Gruppe Keimzellen Gonidien gegenübersteht, die allerdings noch nicht in Form eines abgegrenzten Organs ausgebildet ist.

Bei den Bilateria treten erstmals ein drittes Keimblatt , das Mesoderm , und damit komplexe Organe auf.

Allerdings ist die geschlechtliche Fortpflanzung bei vielen Wirbellosen noch mit der Möglichkeit der ungeschlechtlichen Fortpflanzung kombiniert.

Hierbei findet sich häufig ein Generationswechsel , also der sexuelle folgt auf einen asexuellen Fortpflanzungszyklus.

Bislang ist nicht geklärt, ob Zwittrigkeit oder Getrenntgeschlechtlichkeit das plesiomorphe Merkmal der Bilateria ist.

Beide Keimdrüsen gehen in der Embryonalentwicklung aus derselben Anlage hervor. In vielen Tiergruppen ist trotz dieser vollzogenen Geschlechtertrennung auch Fortpflanzung ohne Befruchtung Parthenogenese möglich, die als reduzierte Form der sexuellen Fortpflanzung angesehen werden kann.

Hier treten männliche Tiere nur ausnahmsweise auf. Parthenogenese findet man in zahlreichen Taxa , von den Rädertierchen bis hin zu einigen Eidechsen.

Bis zu den Amphibien sind auch Zwitterformen oder eine Veränderung des Geschlechts Dichogamie während der Ontogenese anzutreffen.

Ob aus der zunächst geschlechtsindifferenten Anlage der Gonaden ein Hoden oder ein Eierstock entsteht, ist bei den meisten Tieren genetisch determiniert.

Bei staatenbildenden Insekten entstehen Hoden bei Nachwuchs aus unbefruchteten Eiern, Eierstöcke bei Tieren mit diploidem Chromosomensatz, also aus befruchteten Eiern.

Bei Säugetieren wird das Geschlecht durch das Y-Chromosom bestimmt. Auf diesem Geschlechtschromosom Gonosom ist ein Gen Sex determining region of Y , Sry lokalisiert, das mit Genen anderer Chromosomen interagiert und beim Menschen ab der 7.

Woche nach der Befruchtung zur Bildung des Hoden-determinierenden Faktors führt. Dieser leitet die Entwicklung zum Hoden und damit zum männlichen Geschlecht generell ein.

Diese Proteine haben zahlreiche weitere Funktionen in anderen Geweben, die genauen Mechanismen bei der Hodenentstehung werden gegenwärtig intensiv erforscht.

Die weitere Entwicklung des Hodens und die der übrigen Merkmale des männlichen Geschlechts wird durch Androgene gesteuert. Bei einigen Tiergruppen wird das Geschlecht dagegen durch Umweltfaktoren bestimmt.

So ist bei einigen Amphibien und vielen Reptilien Schildkröten , Alligatoren das Geschlecht von der Bebrütungstemperatur abhängig.

Temperaturabhängige Geschlechtsbestimmung. Bei vielen Tieren entstehen die Gonaden in enger Beziehung zum Exkretionssystem Urniere , Nephridien , insbesondere die harnableitenden Wege werden als samenableitendes System mitgenutzt, weshalb man bei Wirbeltieren beide Organsysteme als Harn- und Geschlechtsapparat zusammenfasst.

Bei den Wirbellosen sind Entstehungsort, Lage und Ausführungsgänge allerdings sehr verschieden ausgebildet, so dass man davon ausgeht, dass die geschlechtliche Fortpflanzung mehrfach und unabhängig voneinander in der Evolution entstanden ist.

Die Komplexität des Geschlechtsorgane ist dabei nicht von der Evolutionsstufe abhängig, sie ist beispielsweise bei den Plattwürmern sehr hoch.

Hoden und Eierstock entstehen beim Embryo aus derselben Anlage , der sogenannten Genitalleiste. Sie bildet sich im Bereich der Urniere und reicht zunächst vom Thorax bis zur Lende.

Bei den meisten Wirbeltieren wird nur der mittlere Teil dieser langgestreckten Anlage zur eigentlichen Keimdrüse, die übrigen Abschnitte entwickeln sich zu den Keimdrüsenbändern.

In die Gonadenanlage wandern beim Menschen in der 6. Embryonalwoche unter dem Einfluss von Sry die Urkeimzellen aus dem Dottersack ein und das Epithel der primitiven Leibeshöhle Coelom wächst fingerartig als sogenannte primäre Keimstränge in die Anlage ein.

Die Keim- oder Hodenstränge dringen in die Gonadenanlage vor und umwachsen die Urkeimzellen. Dabei tritt vorübergehend eine Gliederung der Keimdrüsenanlage in Rinde und Mark auf, wobei sich bei männlichen Embryonen jedoch nur das Mark zum Hoden entwickelt, die Rinde dagegen wieder zurückgebildet wird.

Bei genetisch weiblichen Individuen finden ähnliche Vorgänge statt, allerdings später und der Eierstock bildet sich aus der Rinde, während das Mark degeneriert.

Aus den Hodensträngen entwickeln sich über die Sry-exprimierenden Prä-Sertoli-Zellen die Sertoli-Zellen , die als Organisatoren der weiteren Hodenentwicklung angesehen werden [16] und dabei mit den myoiden Zellen interagieren.

Aus den Urgeschlechtszellen entstehen die Spermatogonien. Das Hodennetz nimmt Verbindung zu einigen Urnierenkanälchen auf, die damit zu den Ductuli efferentes des Nebenhodenkopfes werden.

Der Urnierenausführungsgang Wolff-Gang wird als Nebenhodenkanal und Samenleiter ebenfalls zum samenableitenden Weg umfunktioniert.

Das Lumen der Samenkanälchen entsteht jedoch erst zur Pubertät , bei Amphibien nach der Metamorphose , bis dahin sind die Hodenstränge solide.

Sowohl die Hormonproduktion als auch die Reifung der Keimzellen sind potentiell bis ins hohe Alter erhalten.

In der Realität bestehen jedoch ausgeprägte individuelle Unterschiede und viele Männer werden früher oder später infertil , was nicht mit Impotenz verwechselt werden darf.

Die genauen Ursachen für diese Unterschiede sind im Einzelnen unbekannt, vermutet werden unter anderem vaskuläre Faktoren. Für den Einzelnen sind jedoch kaum Vorhersagen zu treffen.

Alkmaion von Kroton frühes 5. Jahrhundert v. Diese Vorstellungen blieben bis ins Mittelalter erhalten.

Erst mit Beginn der Aufklärung im Jahrhundert wurden die Vorstellungen vom männlichen Samen entmystifiziert und der direkte Zusammenhang zwischen Hoden und Fortpflanzung erkannt.

Mit der Entwicklung histologischer Techniken konnte auch der Feinbau des Hodens aufgeklärt werden.

Fawcett und Mario H. Burgos nachweisen, dass jede Sertoli-Zelle eigene Zellgrenzen hat. Bereits erkannte Hugo Ribbert , dass in das Blut verabreichtes Karmin nicht in das Lumen der Samenkanälchen und das Hodennetz gelangt.

Erst in den späten er Jahren wurde diese Erkenntnis wieder aufgegriffen und gelang J. Paul J. Gardner und Edward A. Obwohl die Auswirkungen von Kastrationen seit Jahrtausenden bekannt waren, gelang erst Arnold Adolph Berthold [24] mittels Hoden transplantationen bei Hähnen der experimentelle Nachweis der Hormonbildung im Hoden.

Jahrhunderts Selbstversuche mit Flüssigkeit aus Hoden von Hunden und Meerschweinchen, denen er eine verjüngende und stärkende Kraft zuschrieb, allerdings waren es eher homöopathische Hormonmengen, die er auf diese Weise gewann.

Zu Beginn des Nach kamen diese umstrittenen Xenotransplantationen aus der Mode. Die Existenz nichtsteroidaler Hormone im Hoden wurde bereits in den er Jahren postuliert, aber erst von D.

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Orth bewiesen. Die chromosomale Basis der Geschlechtsdifferenzierung wurde bereits zwischen und , vor allem durch die Arbeiten von Thomas Hunt Morgan an Taufliegen aufgeklärt, wofür er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin bekam.

Alfred Jost erkannte , dass die Keimdrüsenanlage primär auf das weibliche Geschlecht determiniert ist und die Ausprägung des männlichen Geschlechts abhängig von Testosteron ist.

Die genaue Lokalisation des Gens für den Hoden-determinierenden Faktor wurde erst ermittelt, seine vielfältigen Funktionen sind noch nicht im Detail bekannt und Gegenstand aktueller Forschung.

Verletzungen des Hodens kommen beim Menschen als stumpfe Traumen vor allem bei Kampfsportarten und Schlägereien vor.

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